My Digital Overkill
  Startseite
  Über...
  Interviews
  CD Reviews
  Konzertberichte
  Meet The Stars
  Konzerte
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Links
  Puddle Jumper
  Mp3.de
  Antstreet
  Myspace
  Twitter
  Last.FM


http://myblog.de/crazyest

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Teil 42: Verschwende deine Jugend

Meine Jugend war sehr geprägt von dem Song "Wherever You Will Go" von The Calling. Meine damals beste Freundin Susi und ich hatten viel Spaß damit ihn so laut zu gröhlen, wie wir konnten immer wenn wir ihn hören, betrunken waren oder Unterhaltung brauchten. Daher kannte ich auch den Namen Alex Band als "Tonight" die Charts stürmten und er sollte im Luxor spielen. Ich musste dahin. Das Konzert wurde vom Luxor in die Essigfabrik verlegt und ich wurde für das Interview ins Radisson Blu zitiert.

Mein zweites Interview in einem Hotel; Sehr ungewöhnlich. Meistens findet sowas direkt in der Konzerthalle statt, aber Hotels sind wirklich nobel und als Christina und ich uns in die Hotel Lounge setzten, kamen wir uns ziemlich Fehl am Platz vor in unseren Punk-Rock angehauchten Klamotten, unseren missgebildeten Körperhaltungen und unserem Gossenslang.

Nachdem ich meine Ansprechpartnerin von EMI angerufen hatte, starrten wir lange Zeit auf die Tür. Alex war noch nicht da und wir konnten seine Ankunft kaum erwarten. Wir mussten ein bisschen schmunzeln als er eintraf. Er sah zuckersüß aus. Ein ganz in schwarz gekleideter, schüchterner, kleiner (!!!) Mann kommt verplant die Drehtür des Hotels rein. Bei ihm eine Frau. Sie gehen zur Rezeption. Mein Telefon klingelt. Wir haben uns schnell gefunden und gehen erst mal ohne Alex ins Zimmer.

Christina und ich machen Fotos auf dem Bett, weil wir es lustig finden. Wir warten. Nach einiger Zeit kommt er endlich rein und spielt mit seinem Handy rum. Ich stehe nicht auf, um ihn zu begrüßen, was ich ihm Nachhinein ziemlich unhöflich finde. Er sagt mir, dass ich coole Schuhe habe und ich sage, dass die doch total kaputt sind. Er meint seine Hose doch auch und ich sage "Ja, aber nur weil das der Used Look ist und das so gehört". Wir werden uns nicht einig :D

Alex ist sehr sympathisch und beantwortet jede Frage ausführlich, was ich wirklich mag. Sachen, die ich sonst noch mag:

Wenn sich aus Interviews richtige Gespräche entwickeln in denen man nicht nur über die vorbereiteten Sachen reden, sondern auch Folgefragen stellen kann.
Wenn Künstlerseiten eigene Pressebereiche haben mit Infos und Fotos zum downloaden.
Wenn Bands realistisch sind.
Wenn Bands sich daran halten, was sie selbst sagen.
Wenn Bands privat so sind, wie sie sich in der Öffentlichkeit präsentieren.
Wenn Bandinfos nicht nur Lobpreisungen auf die, sicher nicht, einzigartige Kunst sind, sondern unaufdringlich-witzig verpackte Faktenansammlungen.
Wenn Managements ANTWORTEN und ihre Arbeit machen.

Nur um einige Dinge zu nennen. Alex hat bezüglich einiger dieser Dinge viel Glück, dass er bei EMI ist. Ich hab zwar schon einige schlechte Dinge über EMI gehört, aber was die Management Qualitäten angeht, kann man nichts sagen (ich bin nur stolz, dass wir auch ein Major Label in Köln sitzen haben). Natürlich kamen wir auch auf The Calling zu sprechen und er meinte ich wäre zu jung gewesen, um ein richtiger Fan von den Liedern gewesen zu sein. Ja eh… Ich war da… 14? Aber gut. Bei der Selbsteinschätzung hakte es auch. Ich meinte er sah früher mit den blonden Haare aus wie ein typischer Teenstar und er meint er sähe jetzt komplett anders aus. Ich finde er sieht immer noch total jung und brav aus. Nur seine Musik ist anspruchsvoller geworden.

Nach fast genau 15 Minuten kam die EMI-Frau rein und meinte wir müssten Schluss machen. Alex fragte schon, ob wir Fotos machen wollen bevor wir überhaupt fertig waren und ich war ganz verwirrt: "Yeah, eh… Later! But first you can leave some words fort he german fans". Ich weiß nicht… Manchmal glaube ich der kleine Mann ist ein bisschen eingebildet. Nicht nur, dass er im ganzen Interview darüber geredet hat, dass nur er The Calling war (Aaron Kamin?). Er sprach auch noch die ganze Zeit darüber, dass er Hits schreibt und sprach zuversichtlich darüber, dass auch seine nächste Single sicher ein Radiodauerläufer wird. Das fand ich seltsam… Aber vielleicht ist er nur stolz auf das, was er geschafft hat. Ist ja auch eine beachtliche Leistung. Nachdem er die Frage dann beantwortete, unterschrieb er unsere Alben (ich hab das Album zwei Mal bekommen *hehe*) und wir machten Fotos. Als wir gingen, drehte ich mich noch mal um, um ihm viel Glück für die Zukunft zu wünschen und lächelte dabei als würde ich mit ihm flirten wollen (Hä? Ich dacht mir nur im Nachhinein das es so rübergekommen sein könnte). Er schaute von seinem Handy auf und bedankte sich.

29.9.10 23:44


Werbung


Teil 41: Schwedische Arroganz, französische Gutmütigkeit

Ich hatte mich in das Lied "Tommy-Gun" verliebt und hatte dementsprechend ein Interview angefragt. Roadrunner Records (bei denen Robin jetzt im Praktikum sitzt) war das sehr recht und sie planten mich ein.

Vor Ort hatte ich nur Jonas als Interviewpartner und war ein wenig enttäuscht, weil zwei Meter weiter der gutaussehende Gitarrist mit anderen im Interview war. Um gutes Aussehen geht es bei sowas aber nicht, sondern um bedeutungsschwangere Antworten. Keine bekommen! Naja, wenigstens konnte ich mir die Jungs mal live anschauen und sie waren wirklich gut.

Viel besser fand ich an diesem Abend aber die Vorband: Plus Guest. Ich hatte zwar kein einziges Lied von ihnen gehört, trotzdem waren sie sehr lieb und gute Kontakte, wie ich sie sowieso immer suche. Sie hatten keinen Schlafplatz und suchten einen. Als Christina mir das erzählte, hielt ich es für einen Witz. Auch dass sie sie einladen wollte bei ihr zu schlafen. Da ich aber "den in gestreift" kennen lernen wollte, schob ich sie andauernd in deren Richtung, um "die restlichen Sachen noch zu klären". Irgendwann holte sie mich dazu und "der in gestreift" war sehr süß :D Erinnerte mich ein bisschen an Sam von Twin Atlantic.

Die anderen waren auch alle großartig. Ich unterhielt mich sehr lange mit ihrem Drummer, der ein kleines Label in Frankreich gegründet hat, um Plus Guest und einige andere Bands zu promoten. Auch Freunde von ihnen, die ursprünglich aus Frankreich kommen, aber jetzt in Deutschland leben, waren da. Als Plus Guest gingen, blieben wir (Jessy und ich) mit den Freunden dort. Einer kam aus Köln, einer aus Saarbrücken. Letzterer hatte auch ein Label. Wie ihr seht, habe ich an diesem Tag viele Visitenkarten verteilt.

Und was lernen wir daraus? Es kommt immer anders als erwartet.
12.9.10 23:28


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung